Nextcloud und ownCloud durchsuchen — die eigene Ablage in Ihrer KI-Wissensdatenbank.
Vorgesehen ist, dass Ihre selbst gehostete Ablage — Projektordner, Verträge, Protokolle, Vermerke und Scans — in die Wissensdatenbank kommt. Die Ordnerstruktur fließt als Merkmal in die Sichtbarkeit ein; die Rechte selbst hängen an Dokumentarten und Rollen. Verarbeitet wird in einer eigenen Instanz in der EU.
Wie die Anbindung vorgesehen ist
Zwei Wege sind vorgesehen. Beim einen wird das Verzeichnis, in dem Ihre Installation die Dateien ablegt, verschlüsselt und nur über ausgehende Verbindungen in Ihre eigene Instanz gespiegelt. Beim anderen wird über eine Freigabe mit dem Zugang Ihrer Installation gelesen. Welcher Weg passt, hängt an Version, Ausbaustufe, Speicherort und daran, ob die serverseitige Verschlüsselung eingeschaltet ist — das prüfen wir vor dem Start mit Ihnen. In beiden Fällen ist nur lesender Zugriff vorgesehen; an Ihrer Installation wird nichts geändert.
Einrichtung: Den Aufwand schätzen wir nach der Vorab-Prüfung ab und besprechen ihn mit Ihnen, bevor etwas eingerichtet wird — am besten mit Ihrem Administrator. Speicherort, serverseitige Verschlüsselung und der gewählte Weg fließen in die Schätzung ein. Eingerichtet wird für Sie, nicht per Klick aktiviert; verrechnet wird nach Aufwand.
Was auf Ihrem Server vorgesehen ist — und was nicht
Vorgesehen
- Ein Abgleich auf dem Server, der die Dateien verschlüsselt nach außen spiegelt — wenn gespiegelt wird
- Eine Freigabe über den Zugang Ihrer Installation — wenn dieser Weg gewählt wird
- Leserecht auf die gewählten Verzeichnisse
Nicht vorgesehen
- Dienste, die auf Anfragen von außen warten
- Offene Ports
- Zugriffe von außen auf den Server
- Schreibzugriff auf Ihre Dateien
- Änderungen an Ihrer Nextcloud- oder ownCloud-Installation
Nebenbei: Gespiegelte Unterlagen liegen zusätzlich in Ihrer eigenen Instanz außer Haus. Eine Datensicherung ersetzt das nicht.
Welche Unterlagen in Nextcloud / ownCloud liegen können
- Gruppenordner — je nach Fassung auch Teamordner genannt —, die für das ganze Haus oder einen Fachbereich freigegeben sind: Akten, Musterverträge, Vorlagen
- Der persönliche Bereich jeder Mitarbeiterin, in dem Entwürfe liegen, bevor sie in den Akt wandern
- Eingescannte Post, die ein Netzwerkscanner direkt in einen Eingangsordner legt
- Unterlagen, die Mandanten oder Klienten über einen Freigabelink selbst in einen Upload-Ordner gelegt haben
- Dokumente aus Nextcloud Office, an denen zu zweit gearbeitet wird — Entwurfsstände als odt oder docx
- Schlagworte und Favoriten, die Ihre Leute den Dateien selbst vergeben haben, etwa nach Akt, Jahr oder Sachbearbeiterin
Beispiele für Fragen an Ihren Bestand
- „Welche Fassung des Wartungsvertrags für das Objekt Bahnhofstraße 12 liegt im Gruppenordner?“
- „Was wurde in der Aktennotiz zum Mandat Berger im März festgehalten?“
- „Wo liegt der unterschriebene Vertrag zu Projekt 2024-118, und welche Frist steht darin?“
Bevor eine Verknüpfung eingerichtet ist
Eine Verknüpfung wird für Sie eingerichtet, nicht per Klick aktiviert. Jede Quelle bringt eigene Zugänge, Rechte und Ordnerlogik mit — ob und wie sie bei Ihnen angebunden werden kann, prüfen wir vorher gemeinsam. Einrichtung und Wartung werden nach Aufwand verrechnet; wie groß der ist, hängt an der Quelle und wird vorher besprochen.
Bis dahin — und unabhängig davon — lassen sich Dateien, ganze Ordner, Mails, Fotos und Sprachmemos hochladen. Im Testzugang zeigt sich mit den eigenen Unterlagen, wie Antworten aussehen.
Typisch für diese Branchen
Was wir vorab prüfen
Vorab sehen wir uns an, ob die serverseitige Verschlüsselung eingeschaltet ist, wo der Speicher liegt und ob externe Speicher als Ordner eingebunden sind — davon hängt ab, welcher Weg infrage kommt. Schlagworte, Kommentare und Favoriten liegen in der Datenbank Ihrer Installation, nicht in der Datei; ob sie mitkommen können, hängt am Weg und an Ihrer Fassung. Ordner mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sind bewusst nur für Berechtigte lesbar, daran ändern wir nichts. Chatbeiträge aus Talk, Kalender, Aufgabenkarten und Umfragen sind keine Dateien und nicht vorgesehen.
Häufige Fragen zu dieser Anbindung
In unserem Gruppenordner liegen Akten aus zwölf Jahren, vieles davon als Scan ohne Textebene. Bringt das etwas?
Vorgesehen ist, dass gescannte Seiten ohne Textebene in Ihrer Instanz durch die Texterkennung gehen, damit ältere Belege durchsuchbar werden. Wie gut das bei blassen Kopien oder handschriftlichen Randvermerken gelingt, zeigt sich am Bestand. Findet das System zu einer Frage nichts Belastbares, sagt es das, statt eine Fundstelle zu erfinden. Der erste Durchlauf über viele Jahrgänge dauert länger als der laufende Abgleich; das planen wir im Vorgespräch ein.
Unsere Gruppenordner sind nach Fachbereichen aufgeteilt, nicht nach Akten. Passt das?
In der Regel ja, denn gesucht wird im Inhalt: Ein Aktenvermerk soll über Mandantennamen und Sachverhalt gefunden werden, gleich unter welchem Fachbereich er liegt. Die Ordnerebene nehmen wir trotzdem als Merkmal mit, weil sie oft verrät, welche Art Dokument dort liegt. Liegt derselbe Vertrag in zwei Fachbereichen, nennt die Antwort beide Fundstellen, und Datum und Ordner zeigen, welche die jüngere ist. Wie das mit Ihrer Ablage aussieht, zeigt der Testzugang.
Wir aktualisieren unsere Installation regelmäßig selbst. Müssen wir dabei auf etwas aufpassen?
Auf zwei Schritte. Bei Ihnen wird keine Zusatz-App installiert, die ein Update berühren könnte, und solange die Dateien im Datenverzeichnis mit ihren Namen liegen, ist am gespiegelten Weg nichts zu tun. Schalten Sie aber nachträglich die serverseitige Verschlüsselung ein oder verlegen Sie den Speicher, liegen dort keine lesbaren Dateien mehr. Kündigen Sie solche Umstellungen an, dann stellen wir rechtzeitig auf den Weg über die Freigabe um.
Bei uns steuern die Gruppen, wer welchen Ordner sieht. Wird das übernommen?
Vorgesehen ist, beides getrennt zu halten. Ihre Gruppen entscheiden weiterhin, wer eine Datei in Nextcloud oder ownCloud öffnen kann — daran wird nichts umgestellt. Wer in der Wissensdatenbank eine Auskunft samt Beleg bekommt, entscheidet die Rolle, gebunden an die Dokumentart: Akten für den Fachbereich, Personalunterlagen und Honorarnoten für einen engeren Kreis. So soll eine Personalunterlage, die versehentlich im offenen Gruppenordner liegt, trotzdem beim engeren Kreis bleiben.
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