Fileserver durchsuchen — Fragen an den gewachsenen Ordner, Antworten mit Fundstelle.

Der Ordner, in dem seit Jahren alles liegt: Projekte, Zeichnungen, Angebote, Scans. Vorgesehen ist, ihn anzubinden statt hochzuladen — die Ordnerstruktur hilft mit, festzulegen, wer was sehen darf.

Wie die Anbindung vorgesehen ist

Vorgesehen ist ein Abgleich, der die freigegebenen Verzeichnisse verschlüsselt in Ihre eigene Instanz spiegelt — nur neue und geänderte Dateien, nur lesend und nur über ausgehende Verbindungen. Was Sie am Server löschen, wird auch dort entfernt; die Ordnerstruktur kommt mit. Ob und wie das bei Ihnen geht, prüfen wir vor dem Start mit Ihnen — je nach Server, Freigaben und Netzwerk.

Einrichtung: Wie viel Einrichtung nötig ist, zeigt die Vorab-Prüfung. Den Aufwand schätzen wir danach ab und besprechen ihn mit Ihnen, bevor etwas eingerichtet wird. Verrechnet wird nach Aufwand.

Was auf Ihrem Server vorgesehen ist — und was nicht

Vorgesehen

  • Ein Abgleich, der die Dateien verschlüsselt nach außen spiegelt
  • Leserecht auf die freigegebenen Verzeichnisse

Nicht vorgesehen

  • Dienste, die dauerhaft auf dem Server laufen
  • Offene Ports
  • Zugriffe von außen auf den Server
  • Schreibzugriff auf Ihre Dateien

Nebenbei: Gespiegelte Unterlagen liegen zusätzlich in Ihrer eigenen Instanz außer Haus. Eine Datensicherung ersetzt das nicht.

Welche Unterlagen in Fileserver liegen können

  • Die Kundenordner auf dem Laufwerk, das bei Ihnen seit Jahren K: oder P: heißt
  • Jahresordner mit Angeboten, Auftragsbestätigungen und Rechnungen als PDF
  • Scans aus dem Multifunktionsgerät, die als Scan_0001.pdf im Eingangsordner liegen und nie umbenannt wurden
  • Versionsketten im Dateinamen — Angebot_final, Angebot_final_2, Angebot_final_neu
  • Der Ordner „Alt“ oder „Archiv“, in den vor zwei Serverwechseln alles geschoben wurde
  • Zeichnungen, Pläne und Fotos, die nie in ein Programm eingepflegt wurden, sondern nur hier liegen

Beispiele für Fragen an Ihren Bestand

  • „Zeig mir alle Unterlagen zu diesem Objekt.“
  • „Wo liegt die Zeichnung zu diesem Auftrag?“
  • „Was stand in dem Angebot von 2019?“

Bevor eine Verknüpfung eingerichtet ist

Eine Verknüpfung wird für Sie eingerichtet, nicht per Klick aktiviert. Jede Quelle bringt eigene Zugänge, Rechte und Ordnerlogik mit — ob und wie sie bei Ihnen angebunden werden kann, prüfen wir vorher gemeinsam. Einrichtung und Wartung werden nach Aufwand verrechnet; wie groß der ist, hängt an der Quelle und wird vorher besprochen.

Bis dahin — und unabhängig davon — lassen sich Dateien, ganze Ordner, Mails, Fotos und Sprachmemos hochladen. Im Testzugang zeigt sich mit den eigenen Unterlagen, wie Antworten aussehen.

Was wir vorab prüfen

Vorab sehen wir uns an, wie Ihre Ordnerstruktur aufgebaut ist: Der Pfad kommt als Ordnung mit und kann helfen, Dokumentarten zuzuordnen. Die Berechtigungen am Server selbst werden dabei nicht nachgebaut — wer was sieht, legen Sie über Dokumentarten und Rollen neu fest. Scans gehen durch die Texterkennung; wie gut das bei blassen Kopien, alten Faxen oder handschriftlichen Notizen gelingt, zeigt sich am Bestand. Passwortgeschützte Dateien, Archive und Formate, die nur ein einziges Programm öffnet, prüfen wir vorab. Und Ordner, die jemand nur lokal am eigenen Rechner hat, kommen mit, sobald sie vorher auf den Server wandern.

Häufige Fragen zu dieser Anbindung

Auf dem Laufwerk liegen fünfzehn Jahre. Muss vorher aufgeräumt werden?

Aufräumen als Vorbedingung ist nicht vorgesehen — es verschiebt den Start oft auf unbestimmte Zeit. Gespiegelt wird, was Sie freigeben, samt der alten Jahrgänge. Die Antworten nennen Datei und Ordner, sodass Sie Veraltetes an der Herkunft erkennen: Eine Preisliste aus 2014 verrät sich über ihren Pfad. Findet das System zu einer Frage nichts, sagt es das. Was bewusst draußen bleiben soll — Privates, alte Bewerbungen, der Bilderordner vom Betriebsausflug —, nennen Sie vorab, dann wird es nicht gelesen.

Unsere Ordnerstruktur ist über Jahre gewachsen und nicht überall logisch. Stört das?

Sie muss nicht logisch sein, sie soll nur bleiben, wie sie ist. Der Pfad wird mitgelesen und hilft beim Zuordnen: Ein Dokument, das unter Kunde, Jahr und Auftrag liegt, lässt sich darüber einordnen, auch wenn der Dateiname nichts hergibt — und bei Scan_0001.pdf ist der Pfad oft der einzige Anhaltspunkt. Wo auch die Struktur nichts sagt, zählt der Inhalt des Dokuments. Wie gut das bei Ihrem Bestand klappt, zeigt der Testzugang. Verschoben, umbenannt oder gelöscht wird bei Ihnen nichts.

Wir tauschen nächstes Jahr den Server. Fängt dann alles von vorne an?

Vorgesehen ist, dass der Bestand in Ihrer Instanz bleibt und der Abgleich beim Umzug auf das neue Verzeichnis gerichtet wird; der Wechsel gehört aber abgestimmt. Wichtig ist die Reihenfolge: Der Abgleich bildet Löschungen nach — zeigt er auf ein leeres oder erst halb befülltes Verzeichnis, während die Daten noch übersiedeln, würde er den Bestand entsprechend mit abräumen. Deshalb halten wir ihn für den Umzug an und starten ihn erst, wenn am neuen Server alles steht. Ändern sich Laufwerksbuchstaben oder Freigabenamen, wird der Abgleich angepasst; er muss dabei nicht auf dem neuen Server laufen, sondern braucht Leserecht auf die Freigabe.

Am Laufwerk sehen die Mitarbeiter unterschiedlich viel. Bleibt das so?

Am Server bleibt alles, wie es ist; dort wird nichts geändert. In der Wissensdatenbank werden die Rechte neu gefasst: nach Dokumentart und Rolle, nicht Datei für Datei. Die Ordnerstruktur hilft dabei, weil aus dem Pfad hervorgeht, worum es sich handelt — was unter Personal liegt, ist selten Schriftverkehr zu einem Bauvorhaben. Eine Eins-zu-eins-Nachbildung Ihrer Serverrechte würde bei der ersten Änderung am Server auseinanderlaufen, ohne dass es jemandem auffällt. Den Personalordner nimmt man deshalb oft ganz heraus, und wer erst seit Kurzem im Haus ist, bekommt einen Stichtag.

Testzugang für Fileserver besprechen

Im Erstgespräch klären wir, ob und wie Fileserver bei Ihnen angebunden werden kann und was es dafür braucht. Im Testzugang sehen Sie mit Ihren eigenen Unterlagen, wie Antworten aussehen.