Unterlagen aus DATEV — Klientenakten und Belege, auch mit Blick auf einen Programmwechsel.

Was in DATEV DMS oder in der Dokumentenablage liegt — Klientenakten, Belege, Schriftverkehr, Vermerke —, soll über ein abgestimmtes Export-Rezept in Ihre Instanz kommen. Vorgesehen ist nur lesender Zugriff; an DATEV wird nichts geändert. Da DATEV angekündigt hat, das eigens für Österreich entwickelte Portfolio auslaufen zu lassen, liegt der exportierte Bestand dann unabhängig von der Kanzleisoftware in Ihrer Instanz.

Wie die Anbindung vorgesehen ist

Für Dokumente gibt es bei DATEV im Wesentlichen zwei Programmlinien: DATEV DMS und die kleinere Dokumentenablage. In beiden verwaltet eine Datenbank, welches Dokument zu welchem Klienten, welcher Dokumentart und welchem Jahr gehört — ein Ordner allein ist deshalb meist nicht der Weg. Vorgesehen ist entweder die Schnittstelle, die DATEV für Fremdprogramme vorsieht, oder ein geplanter Export von Dokumenten und Stammdaten, der verschlüsselt und nur über ausgehende Verbindungen in Ihre Instanz geht; Belege, die im DATEV-Rechenzentrum liegen — über Unternehmen online mit Belege online —, können auf demselben Weg dazukommen, soweit sie sich exportieren lassen. Ob und welcher Weg bei Ihnen offensteht, prüfen wir vor dem Start mit Ihnen — je nach Installation, Lizenz und Freigaben; die Dokumentart bestätigt beim ersten Durchlauf ein Mensch. Bis die Verknüpfung eingerichtet ist, können Sie einzelne Dateien, ganze Ordner, Mails, Fotos und Sprachmemos hochladen.

Einrichtung: Den genauen Aufwand schätzen wir nach der Vorab-Prüfung ab und besprechen ihn mit Ihnen, bevor etwas eingerichtet wird — gern gemeinsam mit Ihrem DATEV-Betreuer. Einrichtung nach Aufwand, ab rund 2.000 € einmalig und laufend ab rund 100 € im Monat.

Was auf Ihrem Server vorgesehen ist — und was nicht

Vorgesehen

  • Ein geplanter Export von Dokumenten und Stammdaten
  • Ein Abgleich, der das Ausgabeverzeichnis verschlüsselt nach außen spiegelt
  • Leserecht auf die exportierten Daten

Nicht vorgesehen

  • Dienste, die auf Verbindungen von außen warten
  • Offene Ports
  • Zugriffe von außen auf den Server
  • Änderungen an DATEV
  • Schreibzugriff in den DATEV-Bestand

Nebenbei: Gespiegelte Unterlagen liegen zusätzlich in Ihrer eigenen Instanz außer Haus. Eine Datensicherung ersetzt das nicht.

Welche Unterlagen in DATEV liegen können

  • Jahresabschlüsse samt Anhang und Bericht, jahrgangsweise am Klienten abgelegt.
  • Belege und Kontennachweise zur laufenden Buchhaltung, häufig mit Belegbild.
  • Der Schriftverkehr mit dem Finanzamt: Bescheide, Ergänzungsersuchen, Beschwerden und die Unterlagen zur Außenprüfung.
  • Lohnunterlagen: Dienstverträge, Lohnkonten, Meldungen an die ÖGK.
  • Vollmachten, Auftragsbestätigungen und die Honorarnoten der Kanzlei.
  • Vermerke und Besprechungsnotizen zum Klienten, die in der Ablage mitlaufen.

Beispiele für Fragen an Ihren Bestand

  • „Welche Belege liegen zur Klientennummer 10245 aus dem Wirtschaftsjahr 2023?“
  • „Wie haben wir die Rückstellung im Jahresabschluss der Huber GmbH begründet?“
  • „Was wurde der Huber GmbH zur Registrierkassenpflicht zuletzt geschrieben?“

Bevor eine Verknüpfung eingerichtet ist

Eine Verknüpfung wird für Sie eingerichtet, nicht per Klick aktiviert. Jede Quelle bringt eigene Zugänge, Rechte und Ordnerlogik mit — ob und wie sie bei Ihnen angebunden werden kann, prüfen wir vorher gemeinsam. Einrichtung und Wartung werden nach Aufwand verrechnet; wie groß der ist, hängt an der Quelle und wird vorher besprochen.

Bis dahin — und unabhängig davon — lassen sich Dateien, ganze Ordner, Mails, Fotos und Sprachmemos hochladen. Im Testzugang zeigt sich mit den eigenen Unterlagen, wie Antworten aussehen.

Typisch für diese Branchen

Was wir vorab prüfen

Vorab sehen wir uns an, was bei Ihnen als Dokument abgelegt ist. Auswertungen, die DATEV erst beim Aufruf aus den Buchungsdaten rechnet — Saldenlisten, Kontenblätter, Zwischenstände —, sind nicht Teil des Bestands: Für den Stand von heute bleibt die Buchhaltung die führende Stelle, im Bestand steht der Bericht, der damals abgelegt wurde. Wir prüfen außerdem, ob Ordnungsbegriff, Dokumentart und Jahrgang beim Export mitgehen — das hängt von Installation und Lizenz ab; fehlen sie, ist die Zuordnung zum Klienten von Hand nachzuziehen, und dort liegt meist der größte Aufwand. Ein Rückweg in die DATEV-Ablage ist nicht vorgesehen: Entwürfe kommen als Word-, Excel- oder PDF-Datei heraus und werden von jemandem in der Kanzlei abgelegt.

Häufige Fragen zu dieser Anbindung

Wir haben Klientenakten bis in die 2000er-Jahre. Kommt der alte Bestand mit?

Vorgesehen ist, den alten Bestand jahrgangsweise aufzunehmen, damit Sie die Reihenfolge bestimmen. Üblich ist, nicht beim ältesten Jahr zu beginnen, sondern bei dem, das gerade Arbeit macht: der letzte Abschluss, ein offenes Beschwerdeverfahren, die Jahre einer angekündigten Außenprüfung. Ältere Jahrgänge können danach folgen; wie weit zurück der Export reicht, prüfen wir an Ihrer Installation. Für Kanzleien in Österreich kommt dazu: Der Hersteller hat angekündigt, die eigens für Österreich entwickelten Programme auslaufen zu lassen und sie noch bis Ende 2028 nutzbar zu halten. Was bis dahin in Ihrer Instanz liegt, hängt nicht mehr an diesen Programmen.

Unsere Ablage folgt Klient, Jahr und Dokumentart. Bleibt diese Ordnung erhalten?

Klient, Jahrgang und Dokumentart sind der Teil, auf den es beim Export ankommt. Vorgesehen ist, dass sie als Herkunft mitgehen, damit die Auskunft sagen kann, aus welchem Akt und welchem Wirtschaftsjahr sie stammt — ohne sie wäre ein Beleg aus 2019 von einem aus 2023 kaum zu unterscheiden. Ob das bei Ihrer Installation so mitkommt, gehört zur Vorab-Prüfung. Gehen die Angaben mit, soll auch ein Belegscan mit bloßer laufender Nummer als Name über Klient, Jahrgang und den Inhalt des Belegs auffindbar sein.

Was passiert beim DATEV-Programmupdate oder beim Jahreswechsel?

Das hängt daran, ob ein Update Ablagewege oder Feldbezeichnungen ändert; dann wird das Export-Rezept angepasst. Ein kurzer Hinweis von Ihnen oder Ihrem DATEV-Betreuer vor dem Einspielen hilft, eine Lücke dazwischen zu vermeiden. Der Jahreswechsel bringt in der Regel einen Jahrgang dazu, die Struktur bleibt. Genauer sehen wir hin, wenn ein Klient die Kanzlei wechselt oder Bestände unter einem neuen Ordnungsbegriff abgelegt werden, damit die alte Akte beim richtigen Klienten bleibt; bereits aufgenommene Dokumente berührt ein Update nicht.

Nicht jede Mitarbeiterin darf jeden Klienten sehen. Lässt sich das abbilden?

Vorgesehen ist das über Dokumentarten und Rollen und zusätzlich über den Klientenkreis: Wer die Lohnverrechnung eines Klienten betreut, soll an dessen Lohnunterlagen kommen, nicht an die Abschlüsse fremder Akten; ein Stichtag, etwa für alles vor dem Eintritt, ist möglich. Für den Klienten, der nur von einer Person betreut werden soll, oder die Akte, die nicht im ganzen Haus liegen darf, wird der Kreis eng gezogen — sie soll dann bei den übrigen auch in keiner Trefferliste auftauchen. Fehlt die Freigabe, sagt das System das offen, statt stillschweigend die halbe Akte auszulassen. Wie Ihr Klientenkreis abgebildet wird, legen wir vor dem Start gemeinsam fest.

Testzugang für DATEV besprechen

Im Erstgespräch klären wir, ob und wie DATEV bei Ihnen angebunden werden kann und was es dafür braucht. Im Testzugang sehen Sie mit Ihren eigenen Unterlagen, wie Antworten aussehen.